header1.jpgheader2.jpgheader3.jpg

Philosophie des Tanzes

Die Ordnung des LeibesObwohl die Philosophie - insbesondere die Phänomenologie - die Rolle des Körpers innerhalb des Denkprozesses thematisiert hat, ist innerhalb dieses Diskurses die Tatsache, dass der menschliche Körper ein tanzender sein kann, noch nicht genügend berücksichtigt worden. Eine Philosophie des Tanzes wirkt für das Denken zuerst irritierend. Einem Paradox ähnlich scheint dieser Begriff Gegensätze verbinden zu wollen. Denken ist aber genauso wie der Tanz eine Form der Selbstbewegung, die das Gedachte nicht zum Erstarren bringen muss. Denken und Körper unterscheiden und verbinden sich in jedem Gedanken, in jedem Schritt. Das eigentliche Paradox besteht eher darin, ein Denken setzen zu wollen, welches das Gedachte zum Tode erstarrt und einen Tanz, der durch seine Lebendigkeit und Glückseligkeit sich jedem Verstehen entzieht. Die Überwindung des Dualismus kann nicht in einer Opposition zur Rationalität gelingen. Notwendig ist ein erweiterter Begriff vom Denken und der Verbindung zwischen seinen verschiedenen Ausformungen, nicht aber einen unvereinbaren Gegensatz zwischen verschiedenen Vermögen.

 

Tanz, Philosophie und Medien

Tanz, Philosophie und MedienEin tanzender Körper ist kein natürlicher Körper mehr, sondern ein durch Technik veränderter. Das ist der Grund warum die Frage nach dem Verhältnis zwischen Technik und Körper zu einer Wesensfrage des Tanzes selbst gehört. Die künstlerische Verbindung zwischen Tanz und neuen Medien geht auf die 60er Jahre zurück. Seit den 90er Jahren ist eine bedeutende Zunahme dieser Tendenz zu beobachten. Zahlreiche Symposien, Festivals, Tagungen und Workshops widmen sich dem Thema Tanz und neuen Technologien. Als Pionier dieser Richtung gilt der Tänzer und Choreograph Merce Cunningham, der selbst von dem Medien-Theoretiker Marshall McLuhan beeinflusst war.

 

Tanz und Migration

Migration und Begegnung zwischen den Kulturen sind an sich nichts Neues, im Gegenteil, beide sind ein fester Bestandteil unser Geschichte. Neuartig ist dennoch die Umwandlung dieses Phänomens zu einer Massenbewegung und seine Wirkung auf den modernen Gesellschaften. Mehr als 200 Millionen Menschen leben in einem Land, das nicht ihre ursprüngliche Heimat ist (IOM). Während in der Vergangenheit der Unterschied zwischen „Eigene" und „Fremd" dank der Konstruktion nationaler Identitäten deutlicher zu erkennen war, wirkt dieser Parameter in einer globalisierten Welt eher obsolet.

Die Transformation von Raum und Zeit in der Folge globaler Kommunikationsmedien und Massentransportmöglichkeiten rufen eine neuartige „Ortlosigkeit" und Identitäskonflikte hervor. Das „Hier" ist nicht mehr an einem bestimmten Ort verbunden, sondern kann überall sein. Eine neue Definition von Kultur ist vonnöten, eine, welche nicht mehr mit bestimmten Territorien, Religionen oder Rassen verbunden ist, sondern frei in der Welt zirkuliert. Sowohl Interkulturalität als auch Transkulturalität und Hyperkulturalität sind ein Versuch der modernen Gesellschaften das „Andere" zu verstehen und dieses als Teil der Gesellschaft anzuerkennen.

Immer mehr Menschen leben in mehreren Kulturen gleichzeitig. Dadurch nehmen hybride Lebens- und Ausdrucksformen, bei denen sich die Herkunft einzelner Strukturelemente nicht mehr eindeutig nachvollziehen lässt, an Bedeutung zu. Mobilität und Flexibilität lösen immer mehr alte sesshafte Tugenden ab. Die bewegte Kunst des Tanzes avanciert in letzter Zeit zu einem gelungenen Modell von Konstruktion transkultureller oder transnationaler Identitäten. Nicht nur die Inhalte sondern auch die Verflechtungen der Kulturen und Ausdrucksformen in den international besetzen Ensembles sind von Bedeutung. Die Zukunft kulturell diversifizierter Gesellschaften können hier entworfen und erprobt werden. Im Tanz der Kulturen soll noch eine Choreographie der diversifizierenden Konvergenz entstehen.

2005

23.03.05

Aspekty

2006 Denkfestival. Eine interdisziplinäre Reflektion des Tanzes.   Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; parallel zum Tanzfestival 2006 im E-Werk Freiburg". Mit Konzeption und Organisation.

http://www.gregwork.de/tanzphilosophie/

2007 Interkulturelles Festival Identitäten. Themen Tag: Tanz und Interkulturalität. E-Werk Freiburg. Mit Konzeption und Organisation.

http://kulturforum-freiburg.de/index.php?option=com_content&task=view&id=197&Itemid=69

2008 Spuren - Symposium zu Körpergedächtnissen in Medien, Somatik, Tanz und Philosophie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Mit Konzeption und Organisation.

http://mbody.metaspace.de/#/home

2009 Expertentreffen zum Thema Körpergedächtnis/künstlerische Forschung, Hochschule Furtwangen. Mit Konzeption und Organisation. 

http://verbundlabor.de/LehreUndForschung/WorkshopKF

2011 Hybride Körper - Werkstattsgespräche CAIROTRACES, 9.-10. Juni 2011 | Altes Schulhaus Vogelbach

http://www.mediadesign-guc.com/index.php/Main/Bodymemory

2011 Hyperculturality: Identity and Migration. 13th ANNUAL CONFERENCE of The Society for Phenomenology and Media.  In cooperation with the Husserl-Archiv of the Albert-Ludwigs-Universität Freiburg and Hochschule Furtwangen, Germany

Wednesday 16th– Saturday 19thof March 2011.

http://www.wix.com/societyphenmedia/socphenmedia

2012 Experimente des Textes

einladung aspekte 01

Aspekte des Textes

Aspekte des Textes

 

 

 

Joomla templates by a4joomla