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.::: Interkulturelle Projekte (Auswahl) :::.

Das Andere, das Fremde stellt seit jeher eine geeignete Projektionsfläche für Angst und Schuld dar. Während jedoch früher der Unterschied zwischen dem Eigenen und dem Fremden anhand scheinbar klarer nationaler und territorialer Grenzen fest gemacht werden konnte, das Fremde dadurch  ausgrenzbar war, ist eine solche Grenzziehung und Unterscheidung in der globalen Welt fragwürdig geworden. Der Singular einmal erworbener kultureller Zugehörigkeit ist dem Plural einer Verortung in verschiedenen kultureller Räume gewichen, in denen die Individuen sich flexibel bewegen. Eine der wichtigsten Herausforderung moderner Gesellschaften liegt mittlerweile geradezu darin mit dem Fremden zusammenzuleben und das Fremde im Eigenen zu entdecken.

2011- 2012 Workshop „Förderung gesellschaftlicher Partizipation von Frauen mit Migrationshintergrund". In Kooperation mit der Frauenkommission des Migrantenbeirates und Frauen Stärken vor Ort.

Obwohl eine Feminisierung der Migration im Allgemeinen anerkannt wird, sind die spezifischen Charakteristiken der Migration von Frauen in Deutschland nicht genügend berücksichtigt. Statistiken unterscheiden vielfach nur zwischen Deutschen und Migranten ohne Differenzierung nach Geschlechtern. Implizit gilt der Mann immer noch als die Norm (InZeitung 4-5). Dabei haben Migrantinnen frauenspezifische Herausforderungen, die einzeln thematisiert und gelöst werden sollten. Beispielsweise die Mutterrolle in der Familie und die eigene berufliche Entwicklung in Einklang zu bringen.

2009 - 2012 Interkulturelle Zeitung "InZeitung" Freiburg: Projekt Leiterin

In ZeitungIn der interkulturellen Stadt Freiburg leben viele Nationalitäten miteinander und gestalten zum Großteil das kulturelle, wirtschaftliche und politische Leben der Stadt mit. Dabei lässt sich aber feststellen, dass die Berichterstattung über die MigrantInnen in den Medien immer noch eher negativ, oft vorurteilsbehaftet und nicht ausreichend ist. In Freiburg gibt es, neben der Tageszeitung, eine Vielzahl von Gratiszeitungen, in denen u.a. auch kulturelle Veranstaltungen vorgestellt und beworben werden. Eine Zeitung, die speziell Themen aufgreift, die das interkulturelle Leben, interkulturelle Kultur und die Vielfalt in Freiburg widerspiegelt, fehlt bisher in diesem Spektrum. Diese Lücke möchte die InZeitung, die viermal jährlich als Beilage des Amtsblattes Freiburg erscheinen soll, füllen. Ziel der Zeitung ist die Perspektive der MigrantInnen öffentlich zu vertreten. MigrantInnen wollen nicht nur als Objekte der Medien, sondern als aktiv Gestaltende der Medien anerkannt werden. Die positiven Bilder und Aspekte von Migrantinnen und Migration werden hervorgehoben und diese auch als Chance und Bereicherung für die Gesellschaft thematisiert.

www.migrantenbeirat-freiburg.de

 

 

2006, 2008, 2010 Interkulturelle Woche, Freiburg: Mit Konzeption und KoordinationInterkulturelle Woche

Die "Interkulturelle Woche / Woche der ausländischen Mitbürger" ist eine Initiative der christlichen Kirchen in der Bundesrepublik Deutschland, die von Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kommunen, Ausländerbeiräten, Ausländerbeauftragten und deutsch/ausländischen Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen wird. Der erste "Tag der ausländischen Mitbürger" fand im Jahr 1975 statt. Das Motto lautete damals "Miteinander für Gerechtigkeit". Im Mittelpunkt stand die Forderung nach Rechtssicherheit durch ein besseres Ausländergesetz.

2008 Frauen und Beruf: Mit Konzeption und Koordination

Frauen und BerufSowohl in der Migrationsforschung als auch in der Geschlechterforschung ist das Thema ‚weibliche Migration' noch nicht wirklich etabliert. Die Verbindung zwischen Migrationsforschung und Geschlechterforschung kann deshalb immer noch als eine Ausnahme betrachtet werden. Migrantinnen widerfährt dabei eine doppelte Diskriminierung: Sowohl als Frauen als auch als Migrantinnen. Migrantinnen haben sich deshalb als Gruppe spezifischen Herausforderungen zu stellen, die berücksichtigt werden müssen. Aus Informationen des Amtes für Statistik und Einwohnerwesen in Freiburg kann man entnehmen dass im Jahr 2005 12.396 Migrantinnen in Freiburg leben. 80% davon sind  zwischen 18 und 65 Jahre alt. Ein großer Teil der Migrantinnen in Freiburg bemüht sich darum, den eigenen Integrationsprozess aktiv zu gestalten, und organisieren zu diesem Zweck vielfältige Treffen und bilden Arbeitsgruppen.

2007 Interkulturelles Festival "Identitäten". E-Werk, Freiburg: Mit Konzeption und Koordination

Das dreitägige interkulturelle Festival „Identitäten" ist das erste interkulturelle Festival in Freiburg. Die Pluralwendung von Identitäten statt Identität will einerseits auf die Vielfalt von Beeinflussungen und Aspekte der eigenen Identität als auch auf das Zusammentreffen unterschiedlichen Kulturen und Identitäten in einer globalen Welt aufmerksam machen. Identitäten wehrt sich gegen die Reduktion einer Person oder Gruppe auf bestimmten Merkmale, die in Form unreflektierter Vorurteile „den Andere" abgrenzen. Identitäten strebt das Gemeinsame „Mensch sein" in aller Unterschiedlichkeit wieder zu entdecken, dieses künstlerisch zu zeigen und im Dialog die Einheit und Unterschiedlichkeit begrifflich zu klären.

Identitäten Identitäten

 

2004 - 2006 Partizipative Studie: Arbeit und Bildung für Migrantinnen in Freiburg: Mit Konzeption und Organisation Die Arbeitsgruppe "Kalidoskopia" wählte für die Erstellung einer Analyse der beruflichen Situation von Migrantinnen in Freiburg die Methode der „Educación Popular". Diese Methode ist eine pädagogische Option in der Arbeit mit benachteiligten Erwachsenen, die in Lateinamerika ausgearbeitet und durchgeführt worden ist. Ihr wichtigster Vertreter ist Paulo Freire. Ihr Grundsatz ist der Respekt vor der Würde aller Menschen und die Anerkennung ihres Wissen und ihrer Erfahrungen. Das Ziel des Projektes war die Erstellung einer partizipativen Analyse, bei der die Migrantinnen ihre Bedürfnisse in Bezug auf ihre beruflichen Chancen selbst identifizieren können. Die Zielgruppe waren Migrantinnen, die in Freiburg lebten und Interesse hatten, sich beruflich weiter zu entwickeln. Der Migrantinnen- und Migrantenbeirat der Stadt Freiburg veröffentlichte 2008 die Analyse. Das Buch kann unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!   bestellt werden.

Kalidoskopia 2005 Kalidoskopia 2006

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